In Deutschland lebende Menschen befinden sich zum Großteil in einer komfortablen Situation. Wir können essen, wonach uns ist und sogar darauf achten, eine bestimmte Ernährungsweise zu verfolgen. Wir können es uns finanziell leisten, ausschließlich qualitativ hochwertige Lebensmittel zu konsumieren. An vielen Orten der Erde ist das leider anders. Ein solcher Ort ist Burundi in Ostafrika. Bürgerkriege und politisch motivierte Auseinandersetzungen sorgen für regelmäßige Tumulte und Armut. Über drei Millionen Bewohner von Burundi leiden an Mangelernährung. Das sind knapp ein Drittel der Bevölkerung. Ausgerechnet Kinder sind hiervon besonders betroffen. Viele von ihnen können keine Schule besuchen, weil sie zu schwach für den oft strapaziösen Schulweg sind. Andere Kinder müssen bereits in frühen Jahren auf dem Bauernhof der Eltern aushelfen und erhalten deshalb keine Bildung. So entsteht ein tragischer Teufelskreis, der das Bildungsniveau in Burundi konstant niedrig hält. Dabei würde der Besuch einer Schule den Kindern noch mehr bringen als die Chance auf Bildung.

Schulkantinen stillen Hunger und steigern die Einschulungsquote in Burundi

Eine einzige warme Mahlzeit pro Tag sorgt dafür, dass Kinder die Schulen in Burundi regelmäßiger besuchen. Da die Gerichte unter anderem Gemüse aus lokalem Anbau beinhalten, nehmen die Schülerinnen und Schüler wichtige Nährstoffe auf. Dadurch sind sie gesünder und haben mehr Energie für den anstrengenden Schulweg. Knapp 100.000 Kinder erhalten mittlerweile tägliche eine gesunde und kraftspendende Mahlzeit. Dafür sorgt unter anderem die Welthungerhilfe. Durch dieses Engagement konnte die Einschulungsquote in Burundi bereits merklich gesteigert werden. Zahlreiche Spendengelder sorgen dafür, dass immer mehr Schulen in den ostafrikanischen Land eine Kantine betreiben und den Kindern so täglich eine warme Mahlzeit bieten können. Darüber hinaus sind die landesweiten Schulkantinen eine Möglichkeit für Eltern, um sich einzubringen. Sie helfen in den Kantinen aus oder pflegen die vielen Schulgärten, wo viele der Nahrungsmittel angebaut werden. Durch diese Arbeit lernen sie moderne Anbau- und Bewässerungsmethoden kennen, setzen sich aktiv mit dem Thema Ernährung auseinander. Dieses Wissen nehmen die Eltern mit nach Hause und wenden es in ihrem Umfeld an. So ernähren sich Familien in Burundi auch privat ausgewogener und fördern den eigenen Nahrungsanbau.

Löwenanteil und das Projekt Schulkantine

Um die Ernährung und Hygiene der Schülerinnen und Schüler in Burundi nachhaltig zu verbessern, hat die Welthungerhilfe 2019 das Projekt “Schulkantine” ins Leben gerufen. Im Rahmen diese Aktion konnten Latrinen und Regenwassertanks installiert werden, wodurch einfachste Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen ermöglicht werden. Allein dadurch sind die Kinder viel seltener krank. Auch diese hygienischen Praktiken finden langsam ihren Weg ins Zuhause der Familien. Durch das Projekt werden außerdem Kleinbauern dabei unterstützt, Saatgut zu produzieren. Dabei werden ihnen zeitgemäße und schonende Anbaumethoden vermittelt. So können den Schülerinnen und Schülern tagtäglich gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zubereitet werden. Gesunde Ernährung ist für Löwenanteil eine Herzensangelegenheit, die wir jedem Menschen ermöglichen möchten. Deshalb beteiligen wir uns aktiv am Projekt “Schulkantine” der Welthungerhilfe. Unsere Spendengelder werden für alle oben genannten Maßnahmen verwendet und sorgen im Endeffekt dafür, dass mangelernährte Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag bekommen. Hier seht ihr, wie viele Mahlzeiten bereits gespendet werden konnten:

85.322